Allgemein

Im Alltag setzt Achtsamkeit bei körperlichen Bedürfnissen und Empfindungen an und lässt uns Alltagstätigkeiten, Gewohnheiten und Prioritäten bewusster wahrnehmen. Durch reine Bewusstheit, durch ein Gewahrwerden des Lebens im Moment ohne automatisiertes Werten und emotionales Gewichten kann achtsamer Umgang mit Gefühlen, Kommunikation und der Selbstsorge entstehen. Dabei geht es darum, nicht im Autopilotmodus stecken zu bleiben, sondern reflektierter und entspannter zu werden und am Leben mehr Freude zu empfinden.

So hat Achtsamkeitstraining positive Auswirkungen auf unsere körperliche und seelische Gesundheit und ist heilsam für alle, die unter Stresssymptomen leiden. Heutzutage, wo alles schnell gehen soll und wir von Informationen und Reizen überflutet werden, können wir durch Üben in Achtsamkeit ein eigenes Tempo finden, erkennen, wie die Dinge auf uns wirken, und klären, was uns wichtig ist und was nicht. Denn Achtsamkeit ist die Fähigkeit, sich selbst vorbehaltlos zu beobachten und dadurch sehr viel über sich und über die Welt um sich herum zu lernen und in einer gelassenen Grundhaltung auch auf schwierige Alltagssituationen reagieren zu können.

Es gibt eine bekannte Zen-Geschichte über einen Mann, der auf einem galoppierenden Pferd sitzt.
Jemand, der ihn vorbeireiten sieht, ruft:
„Wohin reiten Sie?“
Der Reiter dreht sich um und schreit:
„Das weiß ich nicht, da müssen Sie das Pferd fragen:“

Wir wissen wirklich nicht genau, wohin wir unterwegs sind oder warum wir uns so abhetzen. Ein galoppierendes Pferd treibt uns vorwärts und entscheidet alles für uns.

Dieses Pferd wird „Gewohnheitsenergie“ genannt. Unsere Aufgabe ist es, uns dieser Gewohnheitsenergie bewusst zu werden und uns nicht länger von ihr herumschubsen zu lassen.

Menschen leiden, weil sie in ihren Vorstellungen gefangen sind. Sobald wir unsere Vorstellungen Loslassen, sind wir frei.

Ein junger Mönch fragte den Meister: Wie kann ich mich nur befreien?

Der Meister antwortete: Wer hat dich nur versklavt?

 

Achtsamkeitstraining – Stressbewältigung durch Achtsamkeit  

Wie oft hat uns täglich der Stress im Griff, wie unachtsam hetzen wir meist durchs Leben. Für viele Menschen hat das Thema Meditation etwas Geheimnisvolles, sie fühlen sich angezogen und sind zugleich skeptisch. In der westlichen Welt hat sich ein unkomplizierter Meditationsstil verbreitet, frei von Glaubensvorstellungen. Wir alle teilen den Wunsch, unseren Stress besser bewältigen zu können und unsere inneren Ressourcen zu mobilisieren, um unsere Lebensqualität zu verbessern. 

ACHTAMKEITSPRAXIS verbessert die Emotionsregulation, erhöht die Stresstoleranz und trägt so aktiv zur Stressbewältigung bei. Durch Einübung in Achtsamkeit wird die Fähigkeit entwickelt, die Wirkung destabilisierender und selbstschädigender Verhaltensmuster sowie stresserzeugende Gedankenketten zu durchbrechen, die sich psychosomatisch im Körper niederschlagen. Durch Heraustreten aus dem Stresskreislauf und mit Hilfe von Erholungsübungen entstehen Kraft und Möglichkeiten, sich selbst und anderen gegenüber mit mehr Sensibilität und positiver emotionaler Einstellung zu begegnen. Wir widmen uns kognitiven und körperlichen Einstiegsformen in erlebbarer Achtsamkeit. 

Beispielhafte Beschreibung einer geführten Atem-Achtsamkeits-Meditation:

Im Zusammenhang mit der Meditation bedeutet Achtsamkeit willentlich im Augenblick zu sein, das heißt, Mittel und Ziel der Meditation sind genaugenommen ein und dasselbe. Das Ziel ist nicht, irgendwo anders hinzugelangen, sondern da, wo man ist, wirklich zu sein, ganz zu sein. Der gegenwärtige Augenblick, das Jetzt, ist der einzige Augenblick, in dem wir wirklich leben. Deshalb ist jeder Moment so unendlich kostbar.

Ein Meditationsobjekt ist beispielsweise der Atem. Man konzentriert sich auf die wertfreie Beobachtung des eigenen Atems, der Atem ist sozusagen der Haken an den wir unseren Geist aufhängen. Es geht nicht darum aufkommende Gedanken und Gefühle zu unterdrücken, sondern man registriert sie lediglich und lässt sie wieder ziehen. Wir betrachten den Atem nicht, um den Atem zu betrachten, sondern um zu Ruhe und Klarblick zu gelangen. Die Bewegungen des Geistes mögen dann zwar an der Oberfläche weitertoben, wir sind ihnen aber nicht mehr ausgesetzt. Man sieht die Dinge klarer und kann von einem Standpunkt innerer Stabilität aus handeln, anstatt von den aufgepeitschten Wellen an der Oberfläche des Geistes hin- und hergeworfen zu werden. Das ist es, was wir in der Meditation zu lernen haben.

Wer in der Meditation erkennt, worum es sich beim Denken wirklich handelt, und es durch Atembetrachtung ersetzen kann, vermag auch im Alltag das ewige Denken im Autopilotenmodus einmal fallenzulassen und durch etwas zu ersetzen, das heilsam ist:

durch Gefühle der Liebe, des Mitgefühls, der Mitfreude 

und vor allem des Gleichmuts.

 

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